Der heutige Tag könnte auch als internationaler Tag des Stresses gekürt werden...auf mich bezogen jedenfalls.
Angefangen hat es folgendermaßen:ich wache auf,blicke auf mein Handy und sehe voller Erschrecken ein rotes Zeichen,dass mir sagt es ist gesperrt.
Als ich hier angekommen bin,hab ich aber schon die Info bekommen,dass ich es zunächst registrieren muss...für den Fall,dass ich ein geklautes Handy reinschmuggle...oder wie auch immer.jedenfalls war ich eigentlich schon vorbereitet.
Ich dachte aber ich kann mir mit dem Registrieren Zeit lassen und habs nicht alzu eng gesehen.
So...nachdem ich den ersten Schock überwunden habe(schließlich heißt das für mich ich bin hier nicht mehr erreichbar!!!) renne ich wie von Hummeln gestochen zur nächsten Turkcell Filiale.
Nachdem der nette Turkcell Mitarbeiter etwas in meinem Pass blättert schaut er mich an und fängt an auf eine Seite in meinem Pass einzustochern.Fragend schaue ich ihn an.
"Could you please register my phone and unlock it then?"frage ich ihn meine Nervosität verbergend.
Er stochert weiter mit dem Finger auf die Seite ein und sagt"i need paper from police station then register"WTF??? so was hör ich ja zum ersten Mal.Vergebens versuche ich ihn NOCHEINMAL zu bitten mein Handy ohne die Papiere zu registrieren.Dann gebe ich auf.Und dann geht meine Hetzjagd weiter.
Mit meinem türkischen Wörterbuch gewappnet renne ich wie eine Irre durch die Istiklal Cadesi und frage mich mit meinem gebrochenen türkisch nach der Polis Station durch.
Nach etwa 30 min laufen und umherirren lande ich schließlich in der richtigen Abteilung...dort sagen sie mir dann unter schweren Kommunikationsproblemen ich soll morgen doch bitte um 9h morgens kommen und mein Dokument abholen.Ich bin jedoch davon ausgegangen ich krieg es noch am selben Tag und kann dann auch gleich mein Hnady entsperren.Aber nix da-so einfach geht das natürlich nicht.
Soviel zum stressigen Teil des Tages.
Später hab ich dann noch einen Türkischkurs an der Uni...und hab von ganz vielen Leuten erfahren dass deren Handys auch gesperrt sind,ich war aber die Einzige deren Dokumente sie sehen wollten zum Entsperren.
Nach dem Türkischkurs haben wir uns dann noch mit ein Paar Leuten vor dem schwedischen Konsulat versammelt,da dort ein Bellydancing seminar stattfinden sollte.
Wir haben uns natürlich was ganz aufregendes und lustiges darunter vorgestellt und sind dahin.
Schon beim Betreten des Raumes hab ich festgestellt,dass diese Annahme sehr fehlerhaft war.
Im Raum saßen etwa 20 ältere Frauen mit Perlenohrringen,die aufmerksam einer schwedischen Bauchtänzerin zugehört haben,die voller Selbstverliebtheit über ihre Auftritte in aller Welt erzählte.
Dann erwähnte sie noch dass ihr Uhruhrgroßvater der Gründer von Absolut Vodka sei...sehr bereichernd.
Wir waren aber nicht dreißt genug das Seminar mitten im Vortrag zu verlassen und haben brav gewartet bis sie mit ihren interessanten Erzählungen fertig war.
So jetzt bin ich müde und geh schlafen...dieser Tag hat mich geschafft!
Iyi geceler-Good Night
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